impressum | kontakt
Blechspielzeug, Teddybären, Puppen, Steiff und mehr

Museum Rindfleisch - Spielzeug. Alltag. Sammlungen - Von Blechspielzeug bis Zigarettenalben

  Startseite | Sammlungen | Literatur | Besuchen

 

Warum man Fisch nicht mit dem Messer schneidet


Die ausgestellten Küchengeräte wurden nach langem Gebrauch durch andere oder neuere Geräte ersetzt und schlummerten dann irgendwo in einer Ecke, bis wir sie wieder entdeckt und ausgestellt haben.
Wie schnell sich doch die Technik auch bei ganz banalen Funktionen gerändert hat. In meiner Jugend musste Sahne mit einer Art Schneebesen per Hand geschlagen werden. Das dauerte recht lange und war auch mühsam. Die manuellen Handrührgeräte aus Metall und später auch aus Kunststoff waren dann schon eine Erleichterung. Auch der Kaffee wurde mit Muskelkraft gemahlen: pro Tasse ein halbes Lot voll in die Kaffeemühle, diese zwischen die Knie geklemmt, und dann wurden die Bohnen ganz frisch gemahlen.

Der alte Kohleherd von der Oma wollte stets mit Holz oder Briketts gefüttert werden, damit er nicht ausging, und er musste auch gesäubert werden, was meist sehr staubte. Der Gasherd war demgegenüber schon ein gewaltiger Fortschritt, auch wenn er noch mit speziellen Anzündern entflammt wurde, denn Piezozündung und Flammsicherung gab es ja noch nicht.

Die Küchenmesser waren bei uns aus rostendem Stahl, dafür aber sehr scharf, und mussten jeden Mittag mit Scheuersand wieder blank geputzt werden. Man durfte sie auch nicht zum Schneiden von Fisch benutzen, denn der schmeckte dann metallisch. Damit Obst und Gemüse sich über den Winter hielten, wurden es in Einmachgläsern sterilisiert. Das Öffnen dieser Einmachgläser erforderte spezielle Hilfen, denn nur am Gummiring ziehen half meist nichts, die Lasche riss ab, und ein Loch in den Deckel schlagen wie heute bei Metalldeckeln war auch nicht möglich.

Die gute alte Zeit? Es gab einige Haushaltshilfen bzw. Küchengeräte, die wir heute noch gelegentlich benutzen, weil die modernen Lösungen nicht besser sind, wie beispielsweise den Einfülltrichter beim Einkochen oder den Entsafter nach dem Prinzip des manuell betriebenen Fleischwolfs. Aber wir nutzen selbstverständlich Elektrogeräte dort, wo sie Vorteile bieten.